Nachbericht zur Veranstaltung vom 2. Juli 2026
Grenzgänger und Brückenbauer: KI Campus Ostbayern fördert interdisziplinären Austausch zu Künstlicher Intelligenz

Die Teilnehmenden tauschten sich über die verschiedenen Blickwinkel auf KI aus. Bildnachweis: Netzwerk INDIGO
Wie verändert Künstliche Intelligenz Forschung, Lehre und Gesellschaft? Mit dieser Frage beschäftigten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Ostbayern bei der Veranstaltung „Grenzgänger und Brückenbauer – Interdisziplinäre Perspektiven auf KI“, die am 2. Juli 2026 an der OTH Regensburg stattfand. Im Rahmen des KI Campus Ostbayern kamen Forschende verschiedener Disziplinen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Anwendungsfelder und Herausforderungen von KI aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln zu beleuchten.
Den Auftakt der Fachvorträge gestaltete Prof. Daniel Volk (TH Deggendorf), der Einblicke in GenAI-basierte Storytelling Games sowie deren technische Architektur und Anwendungsmöglichkeiten gab. Anschließend stellte Prof. Dr. Ulrich Gnewuch (Universität Passau) aktuelle Forschung zu LLM-basierten Datenassistenten vor und erläuterte Erkenntnisse zur Nutzerinteraktion, Vertrauensbildung und Entscheidungsfindung im Umgang mit großen Sprachmodellen. Dr. Stefanie Nickel (Universität Regensburg) zeigte am Beispiel der Grundschule auf, welche Chancen und Herausforderungen der Einsatz von KI bereits im Bildungsbereich mit sich bringt. Nach einer angeregten Diskussion wurde das Themenspektrum nochmals erweitert: Prof. Dr. Dominikus Heckmann (OTH Amberg-Weiden) beschäftigte sich in seinem Vortrag mit KI und Kirchenrecht im Mittelalter und Prof. Dr. Claus Koss (OTH Regensburg) widmete sich den Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz im Rechnungswesen, bevor Prof. Dr. Markus Jakob (Hochschule Landshut) abschließend auf die Rolle von KI in der digitalen Verwaltung einging.
Im weiteren Austausch zwischen den Teilnehmenden wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz längst nicht mehr ausschließlich Gegenstand der Informatik ist, sondern nahezu alle wissenschaftlichen Disziplinen betrifft. Als ein wichtiges Thema kristallisierte sich dabei die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit von KI und KI-generierten Inhalten heraus.
„Die Vielfalt der Beiträge hat eindrucksvoll gezeigt, dass Künstliche Intelligenz längst alle Fachdisziplinen erreicht hat. Gerade der Austausch zwischen den unterschiedlichen Perspektiven schafft die Grundlage für innovative Forschungsansätze und verantwortungsvolle KI-Anwendungen“, resümiert Anne-Kathrin Böhm, Netzwerkmanagerin des Netzwerks INDIGO. Als Sprecher des INDIGO-Steuerkreises war auch Prof. Dr. Tomas Sauer vertreten und freut sich über den wissenschaftlichen Austausch: „Interdisziplinäre Veranstaltungen wie diese ermöglichen es, über die Grenzen der eigenen Fachrichtung hinauszublicken und sich mit anderen Fachdisziplinen auszutauschen.“
Mit der Veranstaltung setzte der KI Campus Ostbayern das bereits seit 2021 etablierte Format zwischen den ostbayerischen Hochschulen fort und förderte somit den wissenschaftlichen Austausch über die Fachgrenzen hinweg.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des KI Campus Ostbayern: https://www.kico.bayern/




